Mondial de l’Auto 2026, Paris

Alpine A310 Vision: Leider unverkäuflich

Die Alpine A310 ist Kult. Nun hat Alpine auf dem Pariser Autosalon gezeigt, wie der französische Keil heute aussehen könnte. Das Ergebnis? Mon Dieu! Die Alpine A310 Vision ist flach, breit, futuristisch und eine Liebeserklärung an die Siebzigerjahre.

Veröffentlicht am 13.10.2026

Als die Alpine A310 1971 vorgestellt wurde, war sie die radikale Schwester der zierlichen A110 Berlinette. Flach, kantig, futuristisch. 1976 folgte die kräftiger motorisierte V6-Version mit ihrem breiteren, muskulöseren Auftritt. Beide haben ihre Spuren in der neuen Vision hinterlassen.

Dafür stellten sich die Alpine-Designer sogar eine originale A310 ins Studio. Man wollte schliesslich nicht einfach irgendeinen Keil zeichnen, sondern den Charakter des Originals ins 21. Jahrhundert übersetzen.

Supersportwagen-Proportionen

Und das ist gelungen. Die A310 Vision misst 4,55 Meter in der Länge, ist am Heck 2,03 Meter breit und gerade einmal 1,18 Meter hoch – also niedriger als mancher Gartentisch. Der Radstand beträgt 2,45 Meter: Proportionen, wie sie heute fast nur noch Supersportwagen besitzen.

Die scharf gezeichnete Front, die breite Schulterpartie und das lang gestreckte Heck erinnern unverkennbar an das Original. Dazu kommen riesige, dreieckig gestaltete Räder, deren Form auf die Scheibenräder der frühen A310 anspielt. Die Karrosserie besteht aus Aluminium, der untere Bereich ist schwarz abgesetzt. Darüber spannt sich eine halbtransparente Cockpit-Kuppel. Ein bisschen Siebzigerjahre, ein bisschen Raumschiff. Und sehr viel Alpine.

«Pop-down»-Effekt

Besonders hübsch ist die Lösung der Frontscheinwerfer. Im Ruhezustand verschwinden sie beinahe vollständig in der Karrosserie. Erst beim Starten werden sie durch einen sogenannten «Pop-down»-Effekt sichtbar. Eine moderne Interpretation der guten alten Klappscheinwerfer.

Auf der Motorhaube sorgt ein S-Duct für eine zusätzliche aerodynamische Raffinesse. Eine zentrale Gestaltungslinie, von Alpine «Y-zero» genannt, zieht den Blick über das Fahrzeug bis zum Heck. Dort sitzt ein zweigeteilter Flügel mit transparenten Elementen. Die lamellenförmigen Rückleuchten dienen gleichzeitig der Aerodynamik und sollen zusätzlichen Abtrieb erzeugen.

Auch innen gibt es ein paar interessante Ideen. Organisch geformte Sitze, kräftige Farbkontraste und richtige physische Bedienelemente, deren Gestaltung an hochwertige Hi-Fi-Geräte erinnert. Wobei Alpine selbst einräumt, dass der Innenraum bislang eher angedeutet ist.

Quel dommage !

Unter dem spektakulären Blech steckt vor allem eine Idee. Die A310 Vision demonstriert die gestalterischen Möglichkeiten der neuen Alpine Performance Platform, kurz APP. Die modulare Architektur soll den Designern künftig grössere Freiheiten bei Proportionen und Karrosserieformen geben.

Und bevor jetzt jemand beim nächsten Alpine-Händler eine Anzahlung leisten möchte: Die Franzosen betonen ausdrücklich, dass die Studie keinen Ausblick auf ein künftiges Serienmodell darstellt. Quel dommage !

Bilder: Alpine A310 Vision

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