Neuer Elektroschocker

Denza Z9GT – Blitzlader

Vergessen Sie alles, was Sie über Ladezeiten wissen. Der Denza Z9GT ist kein Auto – er ist ein Stromschock auf vier Rädern. Und zwar einer mit über 1100 PS.

Veröffentlicht am 13.04.2026

Mit dem Z9GT greift BYD über seine Premium-Marke Denza frontal im Luxussegment an. Shooting Brake, fünf Meter lang, flach, breit – optisch irgendwo zwischen Sportwagen und Raumgleiter. Technisch? Komplett drüber. Bis zu vier Elektromotoren, über 1100 PS, 0 auf 100 km/h in 2,7 Sekunden. Der Plug-in-Hybrid bleibt mit rund 3,6 Sekunden dicht dran. Das sind Zahlen aus der Supersportwagen-Liga. Aber das sind nicht mal die Hauptargumente.

Flash statt Ladepause

Das eigentliche Killer-Feature ist die Ladeleistung: bis zu 1500 kW sind möglich. Das bedeutet: fünf Minuten laden, weiterfahren. Punkt. So wird aus der berühmten Kaffeepause ein Ristretto-Pitstop. Wer jetzt moniert, dass es solche Ladestationen noch nicht gibt, hat recht. BYD baut nämlich gleich das passende Ökosystem dazu. In China entstehen bereits erste «Flash Charger», Europa soll folgen. Wer an so einer Station lädt, ist schneller weg als der olle Benzin-Tanker, der an der Kasse noch das Münz zusammensucht.

Reichweite: Theorie vs. Realität

Offiziell spricht Denza von rund 600 Kilometern nach WLTP. Aber selbst konservativ gerechnet spielt der Z9GT ganz vorne mit. Beim Plug-in sind laut Denza dank des 63,8 kWh-Akkus 203 Kilometer rein elektrisch und 805 Kilometer in Kombination von Strom- und Benzinantrieb drin. Auch als Zugfahrzeug stehen die Nobel-Chinesen parat: Beide Versionen dürfen bis zu zwei Tonnen schleppen.

Technik, die mehr kann

Viel zu reden gibt auch die neue e³-Plattform. Sie vernetzt Antrieb, Lenkung, Fahrwerk und Bremsen in Echtzeit – inklusive Torque-Verteilung pro Rad in Millisekunden. Damit sind Spielereien wie der Krabbengang (seitwärts parkieren) oder ein extrem kleiner Wendekreis möglich.

Die Passagiere dürfen sich über reichlich Luxus und feine Materialien wie Leder und Holz freuen. Die Sitze sind vielfach verstellbar, eine Zehn-Punkt-Massage ist ebenso installiert wie Belüftung und Beheizung. Natürlich gibt es auch aktive Seitenwangen wie in der S-Klasse. An Bord ist ebenfalls die neueste Software (DiLink) an Bord, die einen rundum verwöhnt. 

Europa im Visier

Denza startet 2026 offiziell in Europa – zunächst mit wenigen Standorten, aber klarer Kampfansage Richtung Premium-Konkurrenz. Interessant: In China kostet der Z9GT umgerechnet teilweise unter 50'000 Euro. In der Schweiz dürfte er deutlich teurer werden – vermutlich rund 100’000 Franken. Aber selbst das ist noch weit entfernt von einem Porsche Taycan Turbo. Mit anderen Worten: Die Konkurrenz muss sich warm anziehen. Und zwar schnell.

Bilder: Denza

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