

Business-Jet oder Familien-Bomber?
In seiner dritten Generation soll der Audi Q7 alles besser können: komfortabler reisen, intelligenter leuchten, effizienter fahren und gleichzeitig mehr Prestige ausstrahlen. Und ja, es wird wieder eine Diesel-Variante geben.
Seit 2005 verkauft Audi sein grösstes SUV. Weltweit haben mehr als zwei Millionen Kundinnen und Kunden einen Audi Q7 gekauft. Nun startet die dritte Generation – digitaler und luxuriöser denn je.

Auf den ersten Blick wirkt der neue Q7 wie ein klassischer Q7. Hohe Schulterlinie, mächtiger Singleframe-Grill und eine Präsenz wie ein Generaldirektor, der überraschend am Arbeitsplatz eines Angestellten auftaucht. Audi hat die Silhouette nicht neu erfunden, sondern geschliffen.
Business-Class statt Economy

Interessanter wird es im Innenraum. Hier setzt Audi voll auf das Thema Reisen. Der neue Q7 kann als Fünf-, Sechs- oder Siebensitzer bestellt werden. Erstmals stehen in der zweiten Reihe zwei Einzelsitze zur Verfügung. Zusammen mit den beiden hinteren Sitzen entsteht so ein luxuriöser Sechssitzer, der an eine rollende Business-Class erinnert. Alternativ bleibt die klassische Siebensitzer-Version im Programm.

Familien-Bomber mit Platzreserven

Wer statt Geschäftspartner lieber Kinder, Grosseltern oder die halbe Fussballmannschaft transportiert, findet ebenfalls genügend Platz. Die optionale dritte Sitzreihe macht den Q7 zum Siebensitzer, zudem lassen sich bis zu drei Kindersitze montieren. Alle Sitze sind elektrisch verstellbar. Der Kofferraum fasst bis zu 670 Liter. Werden die Sitze umgelegt, wächst das Volumen auf über 2000 Liter. Damit schluckt der Audi nicht nur die Golftaschen der Geschäftsleitung, sondern notfalls gleich noch das Gepäck für die ganze Belegschaft.

Transparentes Panoramadach

Besonderen Wert legen die Ingolstädter auf das neue Panorama-Schiebedach. Es kann seine Transparenz verändern und sorgt für ein luftiges Raumgefühl. Dazu kommen neue Ablagen, eine überarbeitete Mittelkonsole sowie kabelloses Laden für gleich zwei Smartphones.
Lichtshow extrem

Das Highlight ist die Licht-Choreografie. Audi bleibt der Hersteller, der Lichtsysteme behandelt wie eine Bühnenshow. Die optionalen Matrix-LED-Scheinwerfer mit Mikro-LED-Technologie projizieren Informationen direkt auf die Fahrbahn. Die OLED-Heckleuchten bieten verschiedene Lichtsignaturen und kommunizieren sogar mit anderen Verkehrsteilnehmern. Clever: Das Blinksignal wird nachts zusätzlich auf den Boden projiziert und macht Spurwechsel oder Abbiegemanöver sichtbarer.
Diesel lebt

Während viele Hersteller ihre Selbstzünder leise beerdigen, hält Audi am Diesel fest. Zum Marktstart arbeitet im Q7 ein Dreiliter-V6-TDI mit 299 PS und 630 Nm Drehmoment. Unterstützt wird der Motor von einem Mildhybridsystem der neuesten Generation. Ein elektrisch angetriebener Verdichter sorgt zusätzlich für spontanes Ansprechverhalten. Kurzzeitig stehen sogar weitere 24 PS elektrische Zusatzleistung zur Verfügung.

Die Kraft gelangt über eine Achtstufen-Tiptronic an alle vier Räder. Neu ist das weiterentwickelte quattro-System mit selbstsperrendem Mittendifferenzial, das sowohl die Traktion als auch die Fahrdynamik verbessern soll.
Unser Fazit
Business-Jet oder Familien-Bomber? Die Antwort lautet: beides. Der neue Audi Q7 erfindet das grosse Luxus-SUV nicht neu. Er perfektioniert vielmehr das, was Kunden seit über zwanzig Jahren an diesem Modell schätzen: Platz, Komfort und Langstreckentalent. Dazu kommen beeindruckende Lichttechnik, moderne Assistenzsysteme und ein Diesel, der zeigt, dass Selbstzünder noch lange nicht zum alten Eisen gehören.
Bilder: Audi


