Mercedes-Benz EQS Update

926 Kilometer – die neue Benchmark

Der Mercedes EQS war schon immer ein Technik-Vorreiter. Ein rollendes Zukunftsversprechen, vollgestopft mit Technologie, mutigem Design und dem Anspruch, die elektrische Oberklasse neu zu definieren. Jetzt wird aus dem Visionär ein Marathonläufer.

Veröffentlicht am 17.04.2026

Die wichtigste Zahl zuerst: 926 Kilometer Reichweite (nach WLTP). Strecken wie Zürich–Hamburg oder Zürich–Rom schafft der EQS theoretisch ohne Ladestopp. Immerhin sind das rund 13 Prozent mehr Reichweite als beim Vorgänger. Möglich wird dies durch eine komplett überarbeitete Technikbasis.

Neue Architektur, mehr Effizienz

Der EQS erhält eine neue Elektroarchitektur mit 800-Volt-Technologie, effizienteren Antriebseinheiten und einem Zweiganggetriebe an der Hinterachse, das sowohl Beschleunigung als auch Effizienz verbessert. Die Batterie wächst auf 122 kWh und nutzt eine optimierte Zellchemie mit höherer Energiedichte.

Laden wie im Zeitraffer

Auch beim Laden hat Mercedes nachgeschärft. Mit bis zu 350 kW Ladeleistung füllt sich der Akku in erstaunlichem Tempo. In nur zehn Minuten lassen sich bis zu 320 Kilometer Reichweite nachladen. Das ist keine Pause mehr, sondern ein Boxenstopp. Selbst an 400-Volt-Säulen bleibt der EQS effizient: Die Batterie wird virtuell geteilt und lädt mit bis zu 175 kW pro Hälfte.

Lenkung ohne Verbindung

Spannend wird es beim Thema Lenkung. Als erster deutscher Hersteller bringt Mercedes Steer-by-Wire in ein Serienfahrzeug. Das Lenkrad ist dabei nicht mehr mechanisch mit den Rädern verbunden – alles läuft elektronisch. Das sorgt für weniger Vibrationen, mehr Präzision und ein völlig neues Fahrgefühl. In Kombination mit der Hinterachslenkung soll die grosse Limousine deutlich handlicher werden.

Komfort neu gedacht

Im Innenraum bleibt der EQS eine rollende Komfortzone. Neu ist unter anderem ein beheizbarer Sicherheitsgurt, der sich bei Kälte auf bis zu 44 Grad erwärmt. Dazu kommt ein hochentwickelter HEPA-Filter, der bis zu 99,65 Prozent der Partikel aus der Luft filtert.

Neues digitales Herzstück

Das digitale Herzstück bildet das neue Betriebssystem MB.OS, ein vernetzter Supercomputer mit künstlicher Intelligenz. Over-the-Air-Updates halten das Fahrzeug aktuell, während der MBUX-Sprachassistent inzwischen echte Gespräche führen kann.

Der bekannte Hyperscreen zieht sich weiterhin über mehr als 141 Zentimeter durch das Cockpit und macht klar: Hier sitzt man nicht einfach im Auto, sondern in einem digitalen Raum.

Weltklasse Aerodynamik

Trotz all der Technik bleibt der EQS ein Meister der Effizienz. Mit einem cw-Wert ab 0,208 gehört er weiterhin zu den aerodynamisch besten Serienfahrzeugen der Welt. Der Luftwiderstand ist so gering, dass man fast vergisst, dass dieses Auto über fünf Meter lang ist.

Am Ende ist der neue EQS keine radikale Design-Revolution. Stattdessen konzentriert sich Mercedes auf das, was wirklich zählt: mehr Reichweite, schnellere Ladezeiten, bessere Technik. Ganz nach dem Mercedes-Benz Motto: Das Beste oder nichts.

Bilder: Mercedes-Benz

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