

Eierlegende-Wollmilchsau bekommt Muskeln
Seit 27 Jahren verfolgt der A6 allroad quattro dieselbe Mission: alles können, nichts müssen. Nun startet die fünfte Generation – breiter, bulliger und selbstbewusster denn je.
Seit über einem Vierteljahrhundert fragt sich die Autowelt: Ist der Audi A6 allroad ein Kompromiss oder das Beste aus zwei Welten? Oder ist er einfach ein Auto für Leute, die sich nicht zwischen einem Kombi und einem SUV entscheiden können? Vielleicht lässt sich der Audi A6 allroad auch einfach nicht in eine Schublade stecken.

Fragt man nach unserer bescheidenen Meinung, würden wir sagen: Der Audi A6 allroad war schon immer der Schweizer Sackhegel auf Rädern. Pferdeanhänger ziehen? Kein Problem. Mit der ganzen Familie nach Südfrankreich? Natürlich. Skiferien im Engadin? Dafür wurde er praktisch gebaut. Schotterstrasse zur Alphütte? Langweilig. Der Audi A6 allroad nimmt aus Tradition jede Herausforderung mit der Gelassenheit eines Bernhardiners.
Vernünftiger Exot

Als Audi 1999 die erste Generation präsentierte, war die Idee verblüffend einfach: Warum sollte man sich zwischen Kombi und Geländewagen entscheiden müssen? Also nahm man einen A6 Avant, hob ihn an, spendierte ihm Luftfederung, Allradantrieb und robuste Beplankungen. Fertig war eine neue Fahrzeuggattung.

Und trotzdem bleibt der Audi A6 allroad ein Exot. Während sich die Welt in SUVs verliebte, war der Audi A6 allroad schon immer der Vernünftige. Genau deshalb hat sich das Grundrezept in den letzten 27 Jahren kaum verändert. Bis jetzt.
Breite Schultern
Die fünfte Generation des Audi A6 allroad sieht aus, als hätte sie den Winter in der Muckibude verbracht. Die Karosserie wächst sichtbar in die Breite, die ausgestellten Radhäuser verleihen dem Kombi deutlich mehr Präsenz. Zusammen mit den grossen Rädern und der erhöhten Bodenfreiheit wirkt der neue A6 allroad, als hätte man einem RS6 heimlich Wachstumshormone in den Proteinshake gemischt.

Während der Audi A6 allroad früher aussah wie ein Bergführer, sieht er heute aus wie ein Bergführer, der nebenher als Chippendale arbeitet.
Plug-in-Hybrid
Unter dem muskulösen Blechkleid steckt kein Poser, sondern ein Arbeitstier im Massanzug. Erstmals gibt es den allroad auch als Plug-in-Hybrid. Damit wird er im Alltag noch vielseitiger. Wer täglich pendelt, kann viele Strecken elektrisch zurücklegen. Wer am Wochenende mit Wohnwagen, Pferdeanhänger oder Mountainbike Richtung Berge aufbricht, profitiert weiterhin von quattro-Antrieb und den klassischen Langstreckenqualitäten. Daneben bleibt ein elektrifizierter V6-Diesel im Angebot.

In einer Zeit, in der man für jede Aktivität ein anderes Fahrzeug haben kann, bleibt der A6 allroad das Auto für alles. Die automobile Eierlegende-Wollmilchsau. Nur eben eine mit etwas breiteren Schultern und deutlich mehr Selbstbewusstsein.

Wir finden: Der neue allroad sieht endlich so stark aus, wie er schon immer war.
Bilder: Audi


