Limitierter Luxus Zweisitzer

The Rolls-Royce Project Nightingale

Schon ein normaler Rolls-Royce ist exklusiv. Doch es geht noch elitärer. Vom offenen Zweisitzer, dem Rolls-Royce Project Nightingale, werden nur 100 Exemplare entstehen. Der Name ist eine Hommage an Henry Royce und seine «EX»-Prototypen aus den 1920er Jahren.

Veröffentlicht am 19.04.2026

Henry Royce zog sich in den 1920er-Jahren oft nach Südfrankreich zurück. Das milde Klima sollte seine angeschlagene Gesundheit verbessern. Doch statt sich zu erholen und einfach Rosé zu trinken, arbeitete Royce in seinem Anwesen «Le Rossignol» –  französisch für «die Nachtigall». Dort entstanden Konzepte, Gedanken und Ideen, die später in Rolls-Royce-Modelle einflossen, wie zum Beispiel bei den «EX»-Prototypen von 1928.

Ein Torpedo im Smoking

Damals verfolgte Henry Royce eine ziemlich radikale Idee: Luxusautos sollten nicht nur komfortabel, sondern auch schnell sein. Die stromlinienförmigen EX-Prototypen schafften bereits über 90 Meilen pro Stunde – für die damalige Zeit ziemlich nah an «Lichtgeschwindigkeit».

Hundert Jahre später erinnert Rolls-Royce mit dem Project Nightingale an die legendären Konzeptfahrzeuge. Und zwar ganz im Sinne von Henry Royce: offener Zweisitzer mit einer Länge von 5,76 Meter.  

Lange Motorhaube, flache Scheibe, zurückversetzte Kabine: Optisch orientiert sich der Nightingale an den historischen Vorbildern – kombiniert mit Art-Déco-Elementen der Streamline-Moderne. Dazu gehören eine durchgehende «Central Fuselage»-Linie, eine fast 1 Meter breite Frontgrill-Struktur mit 24 vertikalen Lamellen sowie skulpturale «Flying Wings»-Flächen.

Das Cabrio fährt auf 24-Zoll-Räder – die grössten, die Rolls-Royce je verbaut hat. Und dann noch dieses Detail: Der Kofferraum öffnet seitlich wie ein Konzertflügel – Rolls-Royce nennt das «Piano Boot».

10 500 Sterne 

Wie immer bei einem Rolls-Royce findet sich das grosse Spektakel im Innenraum. Dort leuchten 10 500 einzelne Lichtpunkte – das sogenannte «Starlight Breeze»-System. Die Lichtstruktur basiert auf den analysierten Klangmustern von Nachtigallen. Kein Witz. 

Rolls-Royce nennt keine Leistungsdaten. Kein PS-Wert, kein Drehmoment. Nur soviel: Der Nightingale soll vollelektrisch sein und dient einem einzigen Ziel: absolute Ruhe. Kein Motorgeräusch, kein Vibrieren, kein Drama. Nur Gleiten.

Gebaut werden lediglich 100 Exemplare weltweit. Selbst wenn man das nötige Kleingeld hätte – kaufen kann man das Auto nicht einfach. Zugang gibt es nur auf Einladung. Sozusagen das Soho House der Automobilwelt, nur mit mehr Leder und weniger Hipstern. Ob Sie einen erhalten, erfahren Sie 2028.

Bilder: Rolls-Royce

<< Zurück zur Übersicht

Das könnte Sie auch interessieren: