

Wenn das Krokodil Rallye fährt
Lacoste und Alpine sind zwei der bekanntesten französischen Marken. Die eine revolutionierte den Tennissport, die andere den Rallyesport. Beide verbindet eine gemeinsame Philosophie – und genau daraus entstand nun eine ungewöhnliche Zusammenarbeit.
Was hat ein Tennisspieler mit einem Rallyeauto gemeinsam? Auf den ersten Blick nicht viel. Der eine revolutionierte das Poloshirt, der andere baute legendäre Sportwagen. Doch hinter Lacoste und Alpine steckt dieselbe französische Idee: Leistung entsteht durch Leichtigkeit, Präzision und Technik.

Alpine und Lacoste präsentieren mit der Alpine Lacoste A290 Rallye nicht einfach ein Sondermodell, sondern eine Hommage an zwei Männer, die dieselbe Philosophie verfolgten.
Das Krokodil
René Lacoste gehörte in den 1920er-Jahren zu den besten Tennisspielern der Welt. Lacoste biss sich in jedem Ballwechsel fest und gab nie auf. Amerikanische Journalisten nannten ihn kurzerhand «The Crocodile». Der Spitzname passte. Sieben Grand-Slam-Titel gewann der Franzose und führte gemeinsam mit den berühmten «Vier Musketieren» Frankreich an die Weltspitze. Berühmt wurde er jedoch nicht nur wegen seiner Erfolge. Schon bald liess er ein kleines Krokodil auf sein Jackett sticken – eines der ersten sichtbaren Markenlogos überhaupt.

Damals spielten Tennisspieler noch in schweren Baumwollhemden mit langen Ärmeln. Lacoste entwickelte ein leichtes Kurzarmshirt aus atmungsaktivem Piqué-Stoff mit weichem Kragen. 1933 kam das erste Lacoste-Poloshirt auf den Markt. Der Rest ist Geschichte.
Leichtigkeit schlägt Leistung
Rund 800 Kilometer südöstlich hatte Jean Rédélé in den 1950er-Jahren eine ganz ähnliche Idee. Rédélé, der Gründer von Alpine, war überzeugt, dass Sportwagen nicht möglichst stark sein mussten. Sie mussten möglichst leicht sein. Sein Erfolgsrezept lautete: weniger Gewicht, besseres Handling, höhere Kurvengeschwindigkeiten und mehr Fahrspass.

Während andere Marken immer stärkere Motoren einbauten, feilte Rédélé an jedem Kilogramm. Genau diese Philosophie machte Alpine später zur Rallye-Legende. Der grösste Triumph folgte 1973 mit dem Gewinn der ersten Rallye-Weltmeisterschaft durch die Alpine A110.

René Lacoste und Jean Rédélé begegneten sich nie. Dennoch dachten sie erstaunlich ähnlich. Beide glaubten daran, dass Eleganz und Performance keine Gegensätze sind. Im Gegenteil: Das eine entsteht aus dem anderen.
Das Krokodil auf vier Rädern
Diese gemeinsame DNA spiegelt sich nun in der Alpine Lacoste A290 Rallye wider. Das Einzelstück basiert auf der A290 Rallye und wurde bewusst nicht als reine Designstudie entwickelt, sondern als echtes Rallyefahrzeug.

Die rote Zunge des Lacoste-Krokodils zieht sich wie ein roter Faden durch das gesamte Fahrzeug. Die Lichtsignatur erinnert an den Blick eines Krokodils, während im Innenraum fast ausschliesslich Rot dominiert – als würde der Fahrer direkt ins Maul des Reptils steigen.

Sitze und Türverkleidungen tragen den berühmten «Petit Piqué»-Stoff der Lacoste-Poloshirts. Wer genau hinsieht, entdeckt im gesamten Fahrzeug 290 kleine Krokodile – eine augenzwinkernde Anspielung auf die Modellbezeichnung A290.
Chic mit Rennlizenz

Zur Zusammenarbeit gehört natürlich auch eine gemeinsame Kollektion aus Poloshirts, T-Shirts, Funktionsbekleidung und Accessoires. Begleitet wird die Kooperation vom Kurzfilm «The Test», in dem Schauspieler Pierre Niney und Formel-1-Pilot Pierre Gasly mit viel französischem Charme und einer guten Portion Selbstironie rund um die Alpine Lacoste A290 Rallye auftreten.
Bilder: Alpine


