

Erstes Gas.Krank.Schweiz im autobau
Beim ersten markenoffenen Tuningtreffen von «Gas.Krank.Schweiz» in der autobau erlebniswelt in Romanshorn vergangenen Sonntag kam alles zusammen, was tiefer, breiter und lauter ist als noch bei der Auslieferung. Hauptsache nicht Serie: So hätte das Motto der ersten Ausgabe des Carmeets zusammengefasst werden können.
Originalzustand? Hat jeder. Beim ersten markenoffenen Carmeet von «Gas.Krank.Schweiz» in der autobau erlebniswelt in Romanshorn war Individualität ausdrücklich erwünscht. Unabhängig vom Logo auf dem Kühlergrill oder dem Alter im Fahrzeugausweis. So traf sich am Sonntag, dem 23. August, am Bodensee die Gas.Krank-Community zum Zeig-Dein-Ding.

Dahinter steckt Dominic Müller vom Folienwerk Wetzikon beziehungsweise seine Community, die sich unter «Gas.Krank» zusammengefunden hat. «Ursprünglich stammt ‹Gas.Krank› aus Deutschland. Wir sind eine Gruppe von Schweizer Autofans und haben rund 80 Mitglieder. Wir machen regelmässig Veranstaltungen. Und Ausfahrten – allerdings nur in kleineren Gruppen», erklärt Dominic Müller die Community.

Das Konzept ist angenehm unkompliziert: Autos anschauen, fachsimpeln, essen, trinken – und gemeinsam einen entspannten Sonntag zwischen Blech, Karbon und Flügeln aller Art erleben. «Unsere Community ist während Corona entstanden. Weil man damals ja nicht viel machen konnte, haben wir uns draussen getroffen. Und so entstand unser erster Anlass, bevor es immer grösser und grösser wurde.» Heute finden sich bei den Anlässen von «Gas.Krank.Schweiz» jeweils bis zu 250 Autos ein.

Dezent bis wild

Das Spannende an einem markenoffenen Treffen ist die Mischung. Hier geht es nicht um Ferrari gegen Porsche oder BMW gegen Mercedes-Benz. Entscheidend ist vielmehr, was die Besitzerinnen und Besitzer aus ihren Autos gemacht haben. Fahrwerk, Felgen, Folierung, Auspuff, Interieur – erlaubt ist, was gefällt und selbstverständlich auf Schweizer Strassen legal bewegt werden darf.

Dabei zeigte sich einmal mehr: Die Tuning-Szene reicht von dezenten Modifikationen, die erst auf den zweiten Blick auffallen, bis zu Umbauten, bei denen man sich fragt, ob vom ursprünglichen Auto ausser der Fahrgestellnummer überhaupt noch etwas übrig geblieben ist.

Eine wichtige Regel gab es allerdings: Auf dem Gelände war ruhiges und angepasstes Fahren angesagt. Burn-outs, Beschleunigungsduelle und andere pubertäre Balzrituale blieben draussen. Schliesslich muss man nicht schnell fahren, um aufzufallen.

Benzingespräche

In der Paddock Lounge wurde gefachsimpelt, draussen wurden Felgen, Folierungen und Fahrwerke begutachtet. Burger und Kalbsbratwürste vom Grill sorgten dafür, dass neben Benzin- und Gummigeruch noch eine dritte Duftnote über dem Areal lag. Ein gelungener Anlass. Dominic Müller ist zufrieden mit dem Event. Und ebenso mit der autobau erlebniswelt. «Super Location, super Personal, super Essen. Und das Museum ist der Hammer. Kann ich nur empfehlen.»





Bilder: Christian Lienhard (lienhardbildwerke.ch)

